Unsere Geschichte
Vom Golden Retriever zum bunten Tierschutz-Rudel: Wie wir lernten, dass Perfektion langweilig ist und Ecken und Kanten liebenswert sind.

Yellow: Der Anfang von allem
Alles begann mit Yellow. 15 Jahre lang war er unser treuer Begleiter und der Inbegriff eines Familienhundes. Er hat uns gezeigt, wie viel Freude ein Leben mit Hund macht.
Doch schon damals schlich sich ein Gedanke ein: Was ist mit den Hunden, die dieses Glück nicht haben? Als Yellow 9 Jahre alt war, wollten wir nicht, dass er alleine alt wird – und wir wollten helfen.
Sasja: Die Türöffnerin
So kam Sasja zu uns, ein Labrador-Spaniel-Mix aus einer Schweizer Auffangstation für spanische Tierschutzhunde. Sie war unsere erste Berührung mit dem Thema Tierschutz.
Als wir Yellow schweren Herzens gehen lassen mussten, wussten wir zwei Dinge: Sasja soll nicht alleine bleiben. Und wir wollen tiefer in den Tierschutz eintauchen. Wir wollten nicht nur "besitzen", sondern ein Zuhause geben.


Giulia & Gina: Liebe mal zwei
Unsere Suche führte uns zur Pfotenhilfe Mogli – ein Verein, der uns zeigte, wie seriöser Tierschutz funktioniert. Dort fanden wir Giulia aus Rumänien.
Und weil das Leben die besten Geschichten schreibt (und man sich zweimal in die gleiche Seele verlieben kann), adoptierten wir ein halbes Jahr später ihre Zwillingsschwester Gina gleich dazu. Aus Adoptanten wurden Mitstreiter: Heute sind wir fest im Team der Pfotenhilfe integriert.
Pauli: Das Wunder aus dem Graben
Im April 2025 waren wir selbst vor Ort in Rumänien im Einsatz. Dort passierte das, was uns auch heute noch prägt: In einem Graben entdeckten wir ein kleines Bündel Leben, fast tot, neben seinem verstorbenen Geschwisterchen.
Wir zogen ihn raus. Er bekam den Namen Pauli. Vier Monate wurde er mit Liebe in der Auffangstation aufgepäppelt. Später war klar: Dieser kleine Überlebenskünstler gehört zu uns. Seit August 2025 macht er unser Quartett komplett und erinnert uns jeden Tag daran, warum wir tun, was wir tun.

Der Neuzugang: Liebe auf Distanz
Unsere Tochter Sarah hat ihn vor Ort mit gerettet. Noch fehlen die Voraussetzungen für die Ausreise, aber er gehört schon fest dazu. Aktuell lebt er noch im Hausrudel in Rumänien und lernt dort das Hunde-1x1.
Im November wird aus dem Quartett ein Quintett. Wir können es kaum erwarten, auch seine Geschichte hier weiterzuschreiben. Denn Tierschutz bedeutet auch: Warten können, bis die Zeit reif ist.
Unser Fazit aus 4 Hunden?
Wir sind keine "Gelehrten", die vom hohen Ross herab predigen. Wir sind Praktiker. Keiner unserer Hunde war angstfrei oder "perfekt". Wir haben uns Hilfe geholt, gelernt, verzweifelt und gelacht.
Genau diese Erfahrung geben wir im Pfotentheater weiter. Wir wollen keine "Prospekt-Hunde", die auf Knopfdruck funktionieren. Wir wollen Verständnis schaffen für Lebewesen mit Ecken, Kanten und einer Geschichte.